MANFRED WALZ


22. 1. 1940 – 24. 7. 2019

Wir verabschieden uns mit Trauer und unschätzbaren Erinnerungen von Manfred Walz.

Seit über 20 Jahren prägt seine Zeichnung die Seite 1 von AMOS. Mit seinen „Menschenorten“ hat er der Zeitschrift eine humane, revierbezogene, aufklärerische Kolumne beschert. Aber sein Wirken war weit darüber hinausgehend.

Er war ein begnadeter Hochschullehrer und hat mit Zeichnen, Planen, Bauen und Wohnen, mit Lernen, Lehren, Forschen und Schreiben gegen die Widersprüche in den Städten gelebt.

So wie auf dem Foto kennen wir ihn als jemand, der immer den Zeichenblock und -stift in der Hand hatte, um Ideen und Gespräche in Bilder umzusetzen.

Er hat uns in ernster und liebevoller alltäglicher Auseinandersetzung mit stadtkulturellen Entwicklungen geholfen, Gelungenes festzuhalten, sich abzeichnende Fehlplanungen sichtbar zu machen und lustvoll Orte des Widerstand thematisch zu besetzen.

Manfred Walz hat in seinem Beruf als Stadtplaner mit überraschenden Visionen, oft kämpferischen Diskussionen, künstlerischer Gestaltung und lebendigen Beispielen vorgemacht, wie es menschenfreundlicher, friedlicher, gemeinschaftlicher zugehen kann im Ruhrgebiet und darüber hinaus.

Sein jetzt jahrelang bestehendes Mehrgenerationen-Wohnprojekt „buntStift“ wäre ohne ihn wohl nicht zustande gekommen, sein Engagement und seine Ausdauer waren für viele Vorbild, wir sind dort in Langendreer immer gern zu Gast gewesen.

Seine Kenntnisse und kritischen Beiträge, seine Zuneigung und sein unermüdliches Engagement für eine bessere Welt belebte unsere Familien und Freundschaften. Ein Künstler und Wissenschaftler in einem, Gestalter und Leitbild.

Mit seiner Familie und seinen Mitbewohnern trauern wir um einen Freund, dem wir so viel zu verdanken haben.

Redaktion Amos
Amos e.V.

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Liebe Freundinnen und Freunde, Liebe Interessierte,


die Seenotrettung auf dem Mittelmeer ist weitgehend unterbunden worden. Die Rettungsboote der Staaten im Rahmen der Operation Sophia wurden abgezogen. Die meisten Rettungsschiffe der Nichtregierungsorganisationen können nicht mehr ausfahren. Die wenigen Flüchtlinge auf dem Mittelmeer, die noch gerettet werden können, finden nur nach langem Elend Aufnahme in einem europäischen Land. Gerade jetzt harren noch 42 Flüchtlinge auf der Sea-Watch 3 aus. Die Flüchtlinge fahren daher immer längere Strecken und nehmen immer größere Risiken auf sich, um die europäischen Küsten zu erreichen. Trotz des Sterbens ist eine politische Lösung nicht in Sicht.

Hier die Beilage als PDF

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Rede von Greta Thunberg auf der Weltklimakonferenz in Kattowitz im Dezember 2018.

Nachgedruckt in Sozialistische Zeitung Nr. 3/2019